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1. Diabetes mellitus
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Informationen über Diabetes mellitus
| Diabetes mellitus | |
Diabetes mellitus, auch einfach Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch Insulinmangel oder einer verminderten Insulinwirkung hervorgerufen wird.
Beim gesunden Menschen wird das Hormon Insulin in der Bauchspeicheldrüse produziert. Das Insulin ist zuständig für die Regulation des Blutzuckerspiegels. Liegt einer Störung der Bauchspeicheldrüsenfunktion vor, steigt der Spiegel.
Bei der Krankheit treten erhöhte Blutzuckerwerte auf sowie Zucker im Urin.
In der Antike wurde der Zucker im Urin durch eine einfache Geschmacksprobe nachgewiesen. Dank der medizinischen Fortschritte sind heute derartige Tests nicht mehr nötig. Der Blutzuckerspiegel kann mittels eines kleinen Testgerätes festgestellt werden. Hierfür wird nur ein Tröpfchen Blut aus der Fingerkuppe benötigt. Zucker im Urin wird mittels eines Teststreifens nachgewiesen. Viele Apotheken bieten mittlerweile kostenlose Zuckertests an.
Als typische Anzeichen für den Diabetes gelten häufiges Wasserlassen, großer Durst und starkes Schwitzen. Aber auch ein nachlassender Appetit und starke Müdigkeiten sind Warnsignale.
Bei der Erkrankung unterscheidet man zwischen drei Diabetesformen.
Beim Diabetes Typ I produziert die Bauchspeicheldrüse überhaupt kein Insulin mehr und führt so zu einem absolutem Insulinmangel. Diese Diabetesform tritt häufig akut im Kindes- und Jugendalter auf. Statistiken belegen, dass etwa 5-7% aller Diabetiker zu den Typ I-Diabetikern zählen. Eine Behandlung dieser Erkrankung ist nur mittels Insulin möglich.
Beim Diabetes Typ II, der im Volksmund auch als Altersdiabetes bezeichnet wird, liegt eine Störung der Insulinwirkung vor. Die vorhandene Insulinmenge reicht nicht aus, um die Zuckerverwertung ausreichend abzudecken. 90% aller Diabetiker sind am Diabetes Typ II erkrankt. Der Verlauf der Krankheit kommt meist schleichend, so dass der Betroffene oftmals jahrelang nichts von seiner Erkrankung weiß. Die Mehrzahl der Erkrankten leiden unter Übergewicht und sind über vierzig Jahre alt. Die Behandlung vom Typ II Diabetes kann mittels Diät und vermehrter Bewegung erfolgen. Der nächste Schritt sind zuckersenkende Medikamente. In wenigen Fällen kommt auch Insulin zum Einsatz.
Die dritthäufigste Diabetesform tritt während der Schwangerschaft auf und wird als Gestationsdiabetes bezeichnet. Etwa 5-10% aller Schwangeren erkranken am Schwangerschaftsdiabetes. Bei rechtzeitiger Behandlung besteht für Mutter und Kind kaum ein gesundheitliches Risiko. Bei 85% aller erkrankten schwangeren Frauen reicht eine Umstellung der Ernährung aus, etwa 15% müssen vorübergehend Insulin spritzen.
Nach der Entbindung verschwindet die Erkrankung meist wieder. Allerdings sollten engmaschige Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden.
Bei allen Formen der Diabetes ist es ganz wichtig, dass regelmäßige Blut- und Urinkontrollen durchgeführt werden. Besonders wichtig ist die Bestimmung des Hba1c-Wertes, auch Langzeitblutzuckerspiegel, genannt. Dieser Wert zeigt an, wie gut oder schlecht der Blutzucker in den letzten drei Monaten eingestellt war.
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